Der Hauptunterschied einer solidarischen Landwirtschaft zu einer Gemüsekiste besteht in der Übernahme eines Teil des Risikos durch die Bezieher. Die Mitglieder der solidarischen Landwirtschaft finanzieren den Betrieb des Hofs und den Kauf von Saatgut. Im Gegenzug erhalten sie das produzierte Gemüse. Bei einer guten Ernte gibt es entsprechend viel Gemüse, bei einer schlechten Ernte (z.B. durch schlechtes Wetter oder Schädlingsbefall) entsprechend weniger. Das finanzielle Auskommen des Landwirts ist aber in jedem Fall gesichert.

Anbieter von Gemüsekisten haben diesen Vorteil bei schlechter Ernte nicht und auch die Konsumenten profitieren nicht von besonders hohen Erträgen in guten Jahren, da sie in der Regel einen festen Preis für eine bestimmte Menge Gemüse bezahlen.

Daraus folgt auch, dass das Gemüse in einer Gemüsekiste nicht zwangsläufig regional produziert wird, weil vom Anbieter unter Umständen Gemüse zugekauft werden muss, um die Liefervereinbarung zu erfüllen.

Durch die Lieferung des Gemüses der Solidarischen Landwirtschaft in ein zentrales Depot wird außerdem der Transportaufwand und die daraus resultierenden Emissionen und Verkehrsbelastungen reduziert. In Darmstadt holen ca. 75% der Mitglieder ihr Gemüse zu Fuß oder mit dem Fahrrad ab.

Was ist der Unterschied zu einer Gemüsekiste?